Fußball

Trotz Krieg zwischen LändernInfantino nach Treffen mit Trump: "Iran bei WM willkommen"

11.03.2026, 07:40 Uhr
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Gianni Infantino und Trump sind alte Bekannte. (Foto: picture alliance / Captital Pictures)

Aktuell scheint es kaum vorstellbar, dass Iran trotz der sportlichen Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 teilnimmt. Das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko beginnt in weniger als 100 Tagen. FIFA-Präsident Infantino aber beschwichtigt nach einem Treffen mit US-Präsident Trump.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat Iran nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump trotz des Kriegs zwischen beiden Nationen die WM-Teilnahme in Aussicht gestellt. Trump habe "bekräftigt, dass die iranische Nationalmannschaft natürlich herzlich eingeladen" sei, an der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko teilzunehmen.

Der 55-jährige schweizerisch-italienisch-libanesische Herrscher über den Weltfußball berichtete auf Instagram von seinem Treffen mit FIFA-Friedenspreisträger Trump in Washington, bei dem es neben anderen Dingen auch um "die aktuelle Situation im Iran" gegangen sei.

"Wir brauchen alle eine Veranstaltung wie die FIFA-Fußball-WM, um die Menschen zusammenzubringen. In diesen Zeiten mehr als jemals zuvor", schrieb Infantino. "Mein aufrichtiger Dank für seine Unterstützung geht an den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Dies zeigt einmal mehr, dass Fußball die Welt verbindet."

Iran deutet Verzicht auf WM an

Die Männer-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni. Der Iran hatte sich im März vorigen Jahres als eine der ersten Mannschaften für die WM 2026 qualifiziert. In der Gruppenphase trifft das Team auf Belgien, Neuseeland und Ägypten.

Alle drei Spiele werden in den USA ausgetragen. Für die Auslosung im Dezember in Washington war Tadsch seitens der USA das Einreisevisum verweigert worden. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Präsident des iranischen Fußball-Verbandes (FFI), Mehdi Tadsch, angedeutet, dass nach den Angriffen der USA und Israel nicht zu erwarten sei, dass der Iran "hoffnungsvoll auf die WM blicke". US-Präsident Donald Trump hatte gesagt, ihm sei es "wirklich egal", ob der Iran teilnehme.

Nach den Vorgängen um die Frauen-Nationalmannschaft während des Asien-Cups in Australien hatte Tadsch dann erneut einen möglichen Verzicht auf die Männer-WM ins Spiel gebracht. "Welcher vernünftige Mensch würde seine Nationalmannschaft in die USA schicken, wenn es bei der WM genauso politisch zugehen sollte wie in Australien", sagte er der Nachrichtenagentur Isna. Nach dem Vorrunden-Aus beim Asien-Cup waren sechs Spielerinnen in Australien geblieben und hatten humanitäre Visa erhalten.

18 Länder mit generellem Einreiseverbot

Zuvor hatte sich auch US-Präsident Donald Trump öffentlich zu der Angelegenheit geäußert und eine Lösung angekündigt. "Ich habe gerade mit dem australischen Premierminister Anthony Albanese über die iranische Frauenfußballnationalmannschaft gesprochen. Er kümmert sich darum!", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Laut der Nachrichtenagentur AP berichtete das iranische Staatsfernsehen in der Folge, dass der iranische Fußballverband die internationalen Verbände aufgefordert habe, Trumps "direkte politische Einmischung in den Fußball" zu überprüfen.

Iran zählt zu den 18 Ländern, deren Staatsbürger einem generellen Einreiseverbot in die USA unterliegen. Darunter befinden sich neben Iran auch drei weitere für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko qualifizierte Nationen: Haiti, der Senegal und die Elfenbeinküste. Für Athleten, Trainerteam und nahe Angehörige sind Ausnahmeregelungen vorgesehen, für Fans nicht.

Quelle: ntv.de, sue

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